Historisches aus Grub a.Forst

Grub wird erstmals in einem Dokument aus dem Jahre 1288 urkundlich erwähnt. Damals vermachte Kunemund von Sonneberg dem neugegründeten Nonnenkloster Sonnefeld neben einigen anderen Gütern auch die Mühle zu Grub.
In den Urkunden bis zum Jahre 1334 werden mehrfach die Herren "de grobe" (= von Grub) als Grundherren des Dorfes genannt.
Die Bewohner erlebten besonders schwere Zeiten während der Hussitenkriege (um 1430) und des Bauernaufstandes (1525). Unsägliches Leid brachte der 30-jährige Krieg (1618 - 48) für das Dorf. Nur 34 von ehemals 300 Einwohnern sollen diese Schreckenszeit überlebt haben.

Bereits in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts versuchten die Gebrüder von Sand, Industrie in Grub anzusiedeln. Zunächst produzierte man Salmiak und Pottasche, ab 1772 auch das weit über die heimatlichen Grenzen hinaus bekannte "Berliner Blau". Nach Gründung einer Glanzrohrfabrik kam das Korbmacherhandwerk auf, und seit Mitte des 20. Jahrhunderts ist die Polstermöbelindustrie mit ihren Zulieferbetrieben der Hauptwirtschaftszweig.

Dank seines Gründers, des Hofmedicus Dr. Caspar Fischer, erlebte Grub als Heilbad in der Mitte des 18. Jahrhunderts eine kurze Blütezeit. Sogar die Herrschaften des Hofes zu Coburg pflegten damals in Grub ihre Gesundheit.

Die ältesten Teile der evangelischen Kirche St. Ägidius mit ihrem gotischen Altarraum stammen wohl aus dem 13. Jahrhundert. Im Zuge der Reformation wurde 1528 die Pfarrei Grub a. Forst gegründet. Die katholische Kirche St.-Joseph wurde 1960 geweiht.

Das Grüber Heimatlied